Beziehung nach Geburt eines Kindes: 6 Tipps damit sie nicht zerbricht

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Die Beziehung nach Geburt eines Kindes: Der pure Moment des Glücks, wenn ein Paar das gemeinsame Kind im Arm hält, ist in vielerlei Hinsicht ein Paukenschlag.

Nach neun Monaten der Vorfreude ist nun der Moment gekommen, in dem sich die Rollen zu verändern scheinen. Aus einem Liebespaar wurde ein Elternpaar, aus Zwei wurde Drei.

Doch das, was auf den ersten Blick offensichtlich ist, hat auch weitreichende Folgen für die Paarbeziehung. Was sich verändert und wie die neue Situation gemanaget werden kann, verrät dieser Beitrag.

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Wenn aus einem Paar Eltern werden, verändert das vieles. Wer die neue Situation als veränderte Spielregeln begreift, kann auch diese Herausforderung als Paar gut meistern.

Die körperlichen Folgen der Mütter wirken nach

Die Geburt eines Babys ist für den Körper der Mutter eine Ausnahmesituation, die nicht etwa binnen weniger Stunden verkraftet wird, sondern dauert. Während der Körper der Mütter, die einen Kaiserschnitt bekommen haben, mit der Wundheilung zu kämpfen haben, leiden viele Natürlich-Gebärende unter einem geschwächten Beckenboden.

Körperliche Schonung – und das in den ersten sechs bis acht Wochen – wird vom Vorsitzenden des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. unter Apotheken-Umschau.de nachdrücklich empfohlen.

Der Beckenboden kann sich am schnellsten regenerieren, wenn die frischgebackene Mutter viel liegt, wenig trägt und das Becken mit einem Kissen stützt und hochlagert. Seitlich aufzustehen und beispielsweise im Liegen zu stillen anstatt im Sitzen sind weitere Tipps, um die Folgen der Geburt rasch zu überwinden.

#1 Praxistipp: Wo der Partner an dieser Stelle bleibt

Er kann und soll eine Stütze sein, muss aber mit seinen persönlichen Anforderungen bereits an dieser Stelle zurückstecken. Denn zwischen dem Versorgen des Neugeborenen und dem Fitwerden der Mutter selbst bleibt kaum Zeit für die einst gewohnte Zweisamkeit.

Daher sind Männer in diesem Stadium gut beraten, wenn sie sich uns ihre eigenen Bedürfnisse ein Stück zurücknehmen.

#2 Elterntipp: Teamwork ist gefragt

Sich durch den eigenen Partner (oder Freunden, Familienmitglieder etc.) helfen zu lassen, ist für viele Frauen neu. Doch wer diese körperlich herausfordernde Phase geduldig und einfühlsam zu zweit löst, startet mit der besten Grundvoraussetzung in die neue Rollenkonstellation.

Daher ist an dieser Stelle weitreichendes Teamwork und ein starkes Miteinander ratsam. Es handelt sich um eine Phase, in der ohnehin vieles komplett neu ist. Daher ist es umso wichtiger, dass man sich jetzt gegenseitig hilft und sich unterstützt.

Auch, wenn es manchmal schwieriger erscheint.

Sex nach der Geburt: Wann kommt die Lust zurück und was ist im Bett erlaubt?

In vielen Paaren schlummern nach der Geburt des Kindes vielleicht diese oder ähnliche Fragen. Doch meist kommen Windeln, Fläschchen oder ein undefinierter Heulanfall des Neugeborenen dazwischen – und der Gedanke ist dahin. Vielleicht sogar die Lust.

Ein Beitrag von Sibylle Grenz auf Babelli.de klärt dazu die wichtigsten Fragen rund um den Sex nach der Geburt. Denn dieser gehört in einer funktionierenden Partnerschaft nach der Geburt genauso dazu wie der Sex vor der Schwangerschaft. Und vielleicht auch der Sex während der Schwangerschaft.

Beziehung nach Geburt eines Kindes das zweite Kind
Beziehung nach Geburt: Wenn die frischgebackenen Eltern Lust aufeinander haben, ist Zeit für das zweite erste Mal.

#3 Elterntipp: Gehen Sie es langsam an

Bevor es an die unzählig vielen Fragen zum Thema geht, müssen Eltern wissen, dass die Geburt die körperliche Beziehung zueinander in vielerlei Hinsicht verändert haben könnte. Die körperliche Herausforderung für die Mutter einerseits und die Tatsache, dass der Vater intime Momente zwischen Mutter und Baby quasi als Dritter beobachten muss, verändern das Miteinander. Das ist aber nach der Geburt eines Kindes ganz normal.

Viele Paare berichten davon, dass sich der Umgang miteinander und der Sex nach der Geburt anfühlte wie beim ersten Mal. Dementsprechend sollten die Paare mit viel Ruhe, Geduld und Zärtlichkeit an das neue (alte) Abenteuer herangehen.

Das entspannt beide und führt zu weniger Konflikten. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von weiteren Tipps:

  • Der richtige Zeitpunkt. Es gibt zwei Faktoren, die den richtigen Zeitpunkt für Sex nach der Geburt ausmachen: der Körper und der Lustfaktor. Pauschal raten Gynäkologen meist dazu, eine Zeit von vier bis sechs Wochen verstreichen zu lassen. Das muss jedoch keine Pauschalregel sein. Stattdessen kann der Frauenarzt körperlich grünes Licht geben und wenn die Eltern Lust aufeinander verspüren, spricht nichts gegen das zweite erste Mal.
  • Die Verhütung. Der Mythos, im Wochenbett nicht schwanger werden zu können, ist nicht haltbar. Aus diesem Grund und, weil des Wochenflusses Infektionsgefahr droht, ist das Verhüten mit Kondom die beste Wahl.
  • Die Stellung. Grundsätzlich gibt es keine beste Nach-Geburt-Stellung, denn das hängt immer auch mit der Geburt selbst zusammen und mit dem Empfinden der Frau. Achtung: Wer einen Kaiserschnitt hatte, muss mindestens 14 Tage warten. Auch nach diesen zwei Wochen kann es zu Schmerzen rund um den Schnitt kommen.

#4 Praxistipp: Was kann der Partner tun?

Unabhängig von der Art der Entbindung kann es beim ersten Sex nach der Geburt zu Schmerzen kommen.

Diese könnten von Geburtsverletzungen her rühren oder könnten der Tatsache geschuldet sein, dass der niedrige Östrogenspiegel (vorwiegend bei stillenden Frauen) zur Scheidentrockenheit führt.

Stellungen, in denen die Frau die Tiefe des Penis‘ stärker beeinflussen kann, sowie Gleitgel und jede Menge Geduld und Zeit helfen den Paaren dabei, wieder zueinanderzufinden. So werden auch Spannungen vermieden, die zu Streit und Komplikationen führen können.

Der Zeitfaktor: Wie soll Zweisamkeit funktionieren?

Irene Habich frägt für Ihren Artikel, der unter Spiegel.de veröffentlicht wurde, bei Paartherapeutin Corinne Beil nach, ob das Baby als Beziehungskiller gilt. Die Antwort?

Pauschal ließe sich das nicht in dieser Form in einen kausalen Zusammenhang bringen. Stattdessen sei es ein Auf und Ab zwischen dem engen Zusammenhalt, den ein Paar nach der Geburt des Kindes verspürt und dem Zeitfaktor, an dem es mangelt, wenn Flaschen zuzubereiten, Windeln zu wechseln und dreimal nachts auszustehen ist.

Auch wenn diese Forderung die größte sein muss, geht es doch darum, als Eltern Paar zu bleiben. Und sich Zeiträume zu schaffen. Das stärkt die Bindung und sorgt für weniger Komplikationen in der Beziehung.

Beziehung nach Geburt eines Kindes Partnerschaft
Beziehung nach Geburt: Vieles dreht sich um den kleinen Erdenbürger. Doch nach dem Baby sollten direkt die Eltern kommen. Und nicht erst die Pflichten wie Hausarbeit und Co.

#5 Praxistipp: Flexibel bleiben

In der Praxis bedeutet das, dass Flexibilität gefordert ist, denn neben den Klassikern, die das Leben bestimmen. Wie etwa der Beruf oder die Aufgaben im Haushalt – ist nun auch noch der Zeiträuber „Baby“ eingezogen.

Und auch hier gilt wieder möglichst, als Team zu arbeiten. Dabei ist gegenseitige Unterstützung das Maß aller Dinge. Am besten ist es natürlich, wenn bereits vor der Geburt damit begonnen wurde.

#6 Elterntipp: Zweisamkeit planen

Um Zweisamkeit zu genießen, darf auch mal etwas stehenbleiben. So ist es unter anderem sinnvoller, direkt zum Zeitpunkt des Mittagsschlafs des Kindes oder abends nach der letzten Flasche Zeit für Zweisamkeit einzuplanen.

Und nicht noch aufzuräumen, zu waschen oder andere anfallende Aufgaben zu erledigen. Zweisamkeit sollte dann bedeuten, Exklusivzeit als Paar zu haben. Um zu reden, zu kuscheln, zu schmusen und für all die Dinge, die mit einem Baby auf dem Arm doch recht schwer zu bewältigen sind.

Dann kann es mit der Partnerschaft auch weiterhin funktionieren. Sogar mit einem weiteren Kind.

Fazit Beziehung nach Geburt

Die Beziehung nach Geburt stellt viele vor starke Herausforderungen. Daher ist es unglaublich wichtig miteinander über diese Phase zu reden und sich gegenseitig zu unterstützen. Das macht das Miteinander zunehmend einfacher und beugt häufig auch einer plötzlichen Trennung vor. Das räumt von vornherein Zweifel an der Beziehung aus dem Weg.

Was haben Sie für Erfahrungen mit der Beziehung nach der Geburt gemacht? Ich freue mich über Ihren Kommentar.

Liebe Grüße,

Maximilian Winkler

Beziehungsratgeber Maximilian Winkler Signatur
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