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Liebe Leserin, wenn Ihre Beziehung unter Verlustangst leidet, dann ist dies für beide innerhalb der Partnerschaft nicht immer einfach. Es kann sehr schnell dazu führen, dass die Verlustangst die Beziehung dominiert und das Gefühl einer sicheren und stabilen Partnerschaft nicht mehr aufkommt. Schädlich ist Verlustangst nämlich dann, wenn die Verlustangst zu einem dauerhaften Zustand wird und dadurch den Alltag permanent negativ beeinflusst.

Zum Beispiel wenn Sie sich ständig Gedanken darüber machen, was ihr Partner gerade in diesem Moment wohl macht, wo er sich aufhält und diese Situationen in Frage stellen. Diese Anzeichen sind Vorboten und zeigen in der Regel, dass man sich genauer damit beschäftigen sollte, um schlimmeres, wie zum Beispiel einen wirklichen Verlust, hervorgerufen durch die Verlustangst, zu vermeiden.

Um den Fortbestand der Beziehung zu gewährleisten, ist es daher unheimlich wichtig, dass Sie wissen was Verlust Angst ist, was sie für eine Partnerschaft bedeutet und wie man damit effektiv umgehen kann. Deshalb ist dieser Artikel in diese Segmente unterteilt.

 

Definition: Was ist Verlustangst?

Verlustangst in einer Beziehung ist die Angst davor den Partner dauerhaft zu verlieren. Die Gründe obliegen dabei individuell bei dem Betroffenen. Die Ängste können hierbei auf verschiedene Weise ausgeprägt sein. Beispielsweise haben Betroffene Angst davor den Partner aufgrund einer dritten Person zu verlieren.

Auch kann die Ausübung eines gefährlichen Berufs oder Hobbys die Folge von Verlustangst sein. In der Regel leiden viele Beziehungen unter der Verlustangst. Häufig können Partnerschaften, die unter Verlustangst leiden, nicht aufrechterhalten werden.

 

Warum haben wir Verlustangst in einer Beziehung?

Menschen die unter Verlustangst leiden, fällt es in der Regel schwer sich zu binden (Quelle: netdoktor.de). In einer Beziehung sehen Betroffene, die unter Verlustangst leiden, die Partnerschaft permanent gefährdet und fürchten daher um ihre Existenz. Die Folge ist oftmals Eifersucht auf Grund von einem mangelnden und labilen Selbstwertgefühl.

Die Betroffenen sehen in vielem eine potenzielle Bedrohung für die Beziehung. Daher ist ein unbeschwertes Leben der Partnerschaft oftmals sehr schwierig. Die Verlustangst kann nach einiger Zeit die Beziehung anfangen zu dominieren. Häufig ist auch die Folge, dass die Sexualität leidet. Die Angst verursacht, dass wir uns immer weiter distanzieren. Dies ist aber nur eine grobe Zusammenfassung dessen, warum man Verlustangst in einer Beziehung hat. Deswegen möchte ich hier noch genauer darauf eingehen.

Durch die Kindheit

Eine Verlustangst kann auch bereits als Kind seinen Ursprung nehmen. Bekommt ein Kind während des Aufwachsens nicht genügen Liebe und Aufmerksamkeit von den Eltern geschenkt, hat es auch keine vertrauensvolle Bindung zu ihnen erfahren. Dadurch kann es sein, dass das Kind Ängste entwickelt und diese als Erwachsener auf die Partnerschaft überträgt. Diese Verlustängste können jedoch nicht nur während einer Partnerschaft auftreten, sondern auch bei der Familie oder bei Freunden.

Das heisst, diese Personen konnten nie wirklich lernen, wie man mit Schmerzen nach einem Verlust umgeht. Denn die Eltern haben es entweder nicht erkannt oder die Hilflosigkeit ignoriert. Somit wurde das Verlusterlebnis des Kindes durch die Unfähigkeit der Bezugsperson falsch «behandelt».

Aber auch wenn die Eltern sich trennen, kann das Kind mit seinen Ängsten allein gelassen werden und somit eine Verlustangst entwickeln.

Verlustangst in einer Beziehung durch Kindheit
Eine häufige Ursache für eine Verlustangst in einer Beziehung ist die Kindheit

Durch einen tatsächlichen Verlust

Wenn man in der Vergangenheit immer vom Partner verlassen wurde, kann sich allmählich eine Verlustangst entwickeln. Man fragt sich, ob man so unerträglich ist, dass einem alle verlassen. Dadurch wird das meist eh schon schlechte Selbstwertgefühl noch mehr vermindert.

Aber auch ein Tod in der Familie oder den Verlust des eigenen Partners kann zu einer Verlustangst führen. Gedanken wie: «Das darf nicht noch einmal passieren, ich muss besser aufpassen», «Mein nächster Partner darf nie wieder Klettern gehen, da mein Lebensgefährte dabei gestorben ist» oder «Mein Kind darf nicht alleine draussen spielen, es könnte zu viel passieren» schleichen sich in den Kopf und werden zentral.

Viele, die unter einer Verlustangst leiden, haben keine gute Bewältigungsstrategie, um mit Verlusten umzugehen. Sie haben nie gelernt, damit umzugehen und können Verluste dementsprechend nicht gut verarbeiten.

Verlust in der Vergangenheit
Verluste in der Vergangenheit wirken sich negativ aus

 

Symptome einer Verlustangst in einer Beziehung

Leiden Sie unter einer Verlustangst in einer Beziehung? Um zu erkennen, ob Sie normale Ängste haben oder ob es sich bereits um eine Verlustangst handelt, liste ich Ihnen einige Symptome auf. Vielleicht hilft es Ihnen weiter, um sich über Ihr Problem bewusst zu werden und dementsprechend zu handeln.

Unbegründete Angst

Wer an Verlustangst in einer Beziehung leidet, hat eine unbegründete Angst. Das heisst, immer wenn der Partner nicht da ist, hat man Angst, ihn zu verlieren. Diese Angst besteht, obwohl eigentlich keine Gründe dazu vorhanden sind. Das Gefühl der Angst steht jedoch immer im Vordergrund.

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Negative Gedankenspiele

Die Gedanken drehen sich fast unentwegt um Ihren Partner. Jede noch so kleine Situation wird bis ins kleinste Detail durchdacht, was Sie schier wahnsinnig werden lässt. Jedoch können Sie nichts daran ändern, denn Sie zweifeln solange alles an, bis Sie am Ende überzeugt davon sind, dass es auch wirklich passieren wird.

Bindungsangst

Auch eine Bindungsangst kann ein Symptom einer Verlustangst sein. Man möchte sich nicht binden, weil man dann verletzlich wird und eine geliebte Person verlieren könnte. Sind diese Personen dann in einer Beziehung, herrscht ein Nähe-Distanz-Problem. Das heisst, der Partner wird zurückgewiesen, da man seine Berührungen und Zuneigungen nicht angenehm findet. Hat man jedoch das Gefühl, dass man seinen Partner verlieren könnte, lässt man wieder mehr Nähe zu, um einen Verlust zu vermeiden.

Nähe-Distanz-Problem
Verlustängste könne ein Nähe-Distanz-Problem auslösen

Gefühl der Ungewissheit

Die Person, die unter einer Verlustangst in einer Beziehung leidet, hat auch meist das Gefühl, nicht von seinem Partner geliebt zu werden. Sie haben das Gefühl, dass Ihr Partner sie nicht schön genug findet und zweifelt ständig an der Partnerschaft. Auch wenn der Partner einem noch so sehr zu bestätigen versucht, hält dieses Gefühl der Sicherheit nur kurz an und man fällt schnell wieder in alte negative Muster zurück.

Deswegen bombardieren Sie Ihren Partner ständig mit Fragen wie: «Liebst du mich noch?», «Warum bist du überhaupt noch mit mir zusammen?» oder «Du hast meine neue Frisur gar nicht bemerkt». Und sind beleidigt, wenn Sie nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen.

Mangelndes Selbstbewusstsein

Wer eine Verlustangst hat, hat meist kein Selbstbewusstsein und dementsprechend ist das Selbstwertgefühl klein. Da man den Partner verlieren könnte, setzt man alles daran, um ihm alles recht zu machen. Am Ende gibt man sich auf und ist nicht mehr sich selbst. Man gibt seine Freiheit auf, richtet alles nach seinem Partner nur um zu zeigen, dass man alles für ihn tun würde. Dies immer in der Hoffnung, den Partner nicht zu verlieren.

Einsamkeit

Viele Menschen, welche an einer Verlustangst in einer Beziehung leiden, fühlen sich einsam. Auch wenn der Partner einem genug Aufmerksamkeit schenkt, ist es nicht genug. Egal was der Partner macht, fühlt man sich dennoch alleingelassen.

Eifersucht

Die Eifersucht kann bei einer Verlustangst ein grosses Thema werden. Egal, ob sich Ihr Partner mit seinen Freunden oder Arbeitskollegen trifft, sind Sie eifersüchtig. Ständig haben Sie Angst, dass Ihr Partner sich noch mit jemandem anderen treffen wird oder es bereits tut.

Nicht nur während der Beziehung sind Sie eifersüchtig, sondern waren es bereits beim Kennenlernen. Die Eifersucht führt schlussendlich zu Misstrauen und Kontrollzwängen…

Kontrollzwang

Da Sie sich ständig fragen, ob Ihr Partner wohl gerade fremdgeht oder nur mit jemand anderem flirtet, beginnen Sie allmählich damit, ihn zu kontrollieren. Sie wollen immer genau wissen, was Ihr Partner macht und wo er sich mit seinen Freunden trifft. Da Sie wissen wollen, ob er sich wirklich dort aufhält wo er sagt, starten Sie Kontrollanrufe und stellen ihn regelmässig unter ein «Verhör». Schliesslich geht es soweit, dass Sie eines Tages sogar bei einer Party auftauchen, nur um Ihren Partner zu kontrollieren.

Ausserdem werden Sie von seinem Handy oder Laptop magisch angezogen, um diese nach Hinweisen eines möglichen Vertrauensmissbrauchs zu durchforsten. Sie suchen so lange, bis Sie auch tatsächlich das kleinste Anzeichen oder einen Beweis dazu finden.

Kontrolle von Handy und Laptop
Es kann so schlimm werden, dass man das Handy und den Laptop des Partners kontrolliert

Übertriebene Reaktionen

Wenn Sie sich mit Ihrem Partner streiten, reagieren Sie meist panisch. Sie haben das Gefühl, dass nun der Haussegen schief steht und er Sie noch heute verlassen wird. Immer mehr steigern Sie sich in diese Gedanken hinein und interpretieren Dinge, die gar nicht so vorgefallen sind. Dies kann so schlimm werden, dass Sie deswegen am Ende eine Panikattacke haben.

Körperliche Beschwerden

Stresst man sich andauernd selbst und steht unter einem enormen Druck, wirkt sich das nicht nur auf die Psyche aus, sondern auch auf den Körper. Beispielsweise können Herzrasen, Schweissausbrüche oder Konzentrationsschwierigkeiten die Folge davon sein. Wer andauernd unter psychischem Stress leidet, neigt ausserdem dazu, öfters krank zu werden.

Körperliche Beschwerden
Körperliche Beschwerden können eine Folge von zu grossem Stress sein

Ängste werden bestätigt

Die Verlustangst ist nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für den Partner schwierig. Denn er kann es der betroffenen Person einfach nicht mehr recht machen und alles was man sagt oder tut endet im Streit. Dementsprechend kann der Partner nach einer Weile gar nicht mehr anders, als unter diesem Druck die Beziehung zu beenden.

Die unter Verlustangst leidende Person sieht sich somit in Ihren Ängsten und Prophezeiungen bestätigt und sieht all ihr Verhalten als begründet an. Dabei merkt sie nicht, dass Ihr Verhalten zu einer Trennung geführt hat. Dies endet in einem nicht enden wollenden Kreislauf, wobei die Verlustangst immer stärker wird.

 

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Das können Sie tun, um mit Verlustangst in der Beziehung umzugehen

Eine Verlustangst in einer Beziehung kann man nicht einfach ignorieren. Deswegen muss man etwas dagegen unternehmen, bevor die Beziehung davon in die Brüche geht. Dies würde nämlich die Verlustangst nur bestärken, da man ja dann den Partner wirklich verloren hätte. Wie Sie damit umgehen, erfahren Sie hier.

Problem erkennen

Damit Sie eine Verlustangst in einer Beziehung überhaupt bewältigen können, müssen Sie Ihr Problem erkennen. Reflektieren Sie Ihr Verhalten oder sprechen Sie mit Freunden oder der Familie darüber. Erzählen Sie ihnen, was Sie von gewissen Situationen halten und wie Sie darüber denken.

Vielleicht sind Ihren Freunden bereits komische Verhaltensweisen Ihrerseits aufgefallen.  Fragen Sie sie, was sie über Ihr Verhalten denken und wie Ihre Freunde in der gleichen Situation reagieren würden.

Bitten Sie sie darum, Ihnen ehrlich zu sagen, ob Ihr Verhalten unbegründet und oder übertrieben ist. So kann Ihnen ebenfalls bewusst gemacht werden, dass Ihr Verhalten nicht normal ist und Sie unter einer Verlustangst leiden. Die Erkenntnis ist der beste Weg zur Besserung.

Kommunikation

Ein erster wichtiger Punkt, um mit Verlustangst in der Beziehung umzugehen ist die offene Kommunikation der Thematik. Sprechen Sie mit ihrem Partner darüber, dass Sie sich sich betroffen fühlen und unter Ängsten leiden ihn dauerhaft zu verlieren. Versuchen Sie dies auch zu begründen, warum Sie denken, dass Sie Ihn verlieren könnten. Das hilft ihm, die Situation näher zu begreifen und zu verstehen. Seien Sie dabei so offen und ehrlich wie möglich. So können Sie gemeinsam daran arbeiten, das Gefühl der Verlustangst zu minimieren. Bestimmt kann Ihr Partner Ihren Ängsten den Wind aus den Segeln nehmen.

Wichtig ist, dass jegliche Zweifel, wieso die Beziehung scheitern könnte, aus dem Weg geräumt werden. Das schafft ein Gefühl der Sicherheit und schenkt mögliches Vertrauen innerhalb der Partnerschaft. Mehr dazu in Verlustangst und wie wir sie überwinden. Oder auch in meinem Buch “Vertrauen aufbauen und wiedergewinnen – Leitfaden für eine erfüllte Beziehung“.

Kommunikation ist wichtig
Kommunizieren Sie offen und ehrlich miteinander

Enttäuschungen bewältigen

Auch kann es sein, dass Sie bereits in der Vergangenheit von Ihrem Partner enttäuscht wurden.

Dies setzt in vielen Fällen den Grund zur Annahme, dass ihnen das erneut widerfahren kann. Zum Beispiel könnte diese Enttäuschung durch Fremdgehen oder einem starken Vertrauensmissbrauch hervorgerufen worden sein.

Ihre Skepsis an dem Fortbestand der Beziehung ist durchaus berechtigt, da es ja bereits in der Vergangenheit zu einer Enttäuschung gekommen ist und Sie dadurch einen tatkräftigen Beweis vorliegen haben. Nachfolgend finden Sie 2 wesentliche Punkte die wichtig sind, um über die Enttäuschung langfristig hinwegzukommen.

Es ist wichtig, dass Ihr Partner aus seinen Fehlern lernt und zu seinen falschen Taten womöglich steht. Wichtig ist, dass er versteht wieso die Tat oder die Taten falsch waren. Aber genauso wichtig ist es, dass Sie anfangen Ihr Vertrauen wieder aufzubauen. Häufig braucht man Zeit dafür, das Vertrauen wiederaufzubauen.

Wie sagt man so schön: “Die Zeit heilt alle Wunden”. Umso mehr Zeit vergeht, in der es keine Vorkommnisse gab, umso stärker kann das Vertrauen wiederaufgebaut werden.

Die anfänglichen Probleme rücken mit der Zeit in den Hintergrund und genießen nicht mehr so einen hohen Stellenwert wie damals. Dadurch kann die Verlustangst abgebaut werden. Auch hilft es die Situation nochmal mit ihrem Partner zu besprechen.

Die offene Kommunikation innerhalb der Beziehung ist hierbei das A und O. Dies kann Ihnen helfen, die Verlustangst der Beziehung abzubauen, indem ihr Partner Ihnen nochmal deutlich macht, wieso die Situation nicht noch einmal vorkommt.

Verlustangst Beziehung Enttäuschung
Die Angst vor Enttäuschung ist bei bei Verlustangst besonders groß

 

Vergangenheit aufarbeiten

Verlustängste können auch auf tiefergreifendere Ursachen zurückzuführen sein. Zum Beispiel wenn der Partner in der Vergangenheit unter starken Ängsten leiden musste. Zum Beispiel durch den missbräuchlichen Drogen- oder Alkoholkonsum seiner Eltern.

Die Angst davor nicht zu wissen, wie es weitergeht und nicht zu wissen, ob heute noch jemand für einen Sorgen kann, kann zu stark ausgeprägten Verlustängsten in der Zukunft führen. Vor allem in jungen Jahren, in denen die Abhängigkeit von den eigenen Eltern sehr groß ist, als dass man alleine für sich sorgen könnte, kann ausschlaggebend für die Minderung des Selbstwertgefühls und der Steigerung von zukünftigen Verlustängsten sein.

Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Punkt aus der Vergangenheit, der zu Verlustängsten innerhalb der Beziehung führen kann. Betroffene, die in ihrer Kindheit früh einen Teil oder beide Teile ihrer Eltern verloren haben, können auch von Verlustängsten in der Beziehung betroffen sein.

Da die Aufarbeitung dieser Problematik nicht von heute auf Morgen erfolgen kann, ist das Hinzuziehen von professioneller Hilfe sehr ratsam. Psychotherapeuten können dabei helfen die Thematik aufzuarbeiten und die Verlustängste dadurch mit der Zeit abzubauen.

Die psychotherapeutischen Maßnahmen helfen das Selbstwertgefühl wieder aufzuarbeiten und das Selbstvertrauen zu stärken. Betroffene erlernen dort, die eigene innere Sicherheit wiederaufzubauen und das Vertrauen zu sich selbst und der Beziehung wieder zurückzuerlangen.

Verlustangst in einer Beziehung kann durch Alkoholismus der Eltern hervorgerufen werden
Verlustangst in einer Beziehung kann durch Alkoholismus der Eltern hervorgerufen werden

 

Angst relativieren

Meist ist die Angst unbegründet, jedoch ist es einem selbst nicht bewusst. Deswegen gibt es die Möglichkeit, seine Ängste aufzuschreiben. Schreiben Sie auf, warum und wovor genau Sie angst haben. Versuchen Sie zu ermitteln, warum Sie diese Ängste haben und halten Sie diese ebenfalls fest.

Vielleicht können Sie auf diesem Weg bereits feststellen, dass Ihre Ängste unbegründet sind und Sie übertrieben haben. Ist es Ihnen dennoch nicht bewusst, können Sie Ihre Notizen auch mit Ihrem Partner und oder einem Therapeuten besprechen. Somit können Sie die einzelnen Ängste aufarbeiten.

Sollte wieder eine unbegründete Angst auftreten, zum Beispiel dass Ihr Partner vielleicht beim Nachhause fahren verunfallt ist, sollten Sie innehalten. Reflektieren Sie augenblicklich danach, was Sie da eben gedacht haben. Werden Sie sich bewusst, dass es nur eine Fantasie Ihrerseits ist und es nur Gedanken sind und Ihr Partner in diesem Moment wohl auf ist. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf das hier und jetzt und gehen Sie weiter Ihrer Beschäftigung nach, die Sie gerade am Ausführen sind. Dieses Gedankenspiel können Sie mit jedem Zweifel der aufkommt vollziehen.

Ängste aufschreiben
Schreiben Sie Ihre Ängste auf, um die Verlustangst du verarbeiten

Das Selbstbewusstsein stärken

Da viele, die unter Verlustangst in einer Beziehung leiden, kann sich die Stärkung des Selbstbewusstseins positiv darauf auswirken. Denn wer selbstbewusster ist, stellt gewisse Dinge nicht sofort in Frage und vergleicht sich nicht andauernd mit anderen Menschen. Ausserdem wird man unabhängiger, wenn man sein eigenes Glück nicht von anderen Menschen abhängig macht.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Erfolge und nicht auf die Misserfolge. Am Besten setzen Sie sich Ziele und schreiben die kleinen Erfolge, die Sie dabei erzielen ebenfalls auf. Schreiben Sie auch alle Dinge auf, worauf Sie stolz sind. Zum Beispiel, dass Sie mit dem Rauchen aufgehört haben oder dass Sie nun bereits 15 Minuten am Stück joggen können. Jedes Mal, wenn Sie Selbstzweifel haben und das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein, können Sie Ihre Notizen hervor nehmen. Dadurch wird Ihnen immer wieder bewusst, was für ein wertvoller Mensch Sie sind und dass Sie bereits sehr vieles in Ihrem Leben geschafft und erreicht haben.

Auf eigenen Beinen stehen

Nur wer unabhängig ist, kann glücklich sein. Denn nur Sie sind für Ihr eigenes Wohlbefinden verantwortlich und nicht Ihr Partner. Dessen müssen Sie sich bewusst werden und aktiv etwas daran ändern, sollten Sie stark abhängig von Ihrem Partner sein.

Je mehr Sie sich also darum bemühen, selbstständig zu sein, sei es im Job oder Privat, desto weniger sind Sie auf die Hilfe Ihres Partners angewiesen. Sollten Sie dennoch einen Verlust erleiden, können Sie ihn besser Verkraften, da nicht alles wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Denn Sie sind unabhängig und können auch allein glücklich sein.

Um dies zu erreichen können Sie sich beispielsweise eine Liste mit Dingen erstellen, welche sich für Sie gut anfühlt. Dabei muss es sich nicht um grosse Dinge handeln, auch Kleinigkeiten bewirken bereits viel. Zum Beispiel ein Ausflug im Zoo, Sport treiben, einen Tee trinken oder etwas malen.

Achten Sie sich darauf, dass Sie von nun an jeden Tag mindestens etwas von Ihrer Liste machen. Dadurch erfahren Sie gutes, welches nicht von Ihrem Partner aus kommt. Schnell bemerken Sie, dass Sie auch selbst für Ihr Glück sorgen können. Auch dadurch können sich die Verlustängste verkleinern.

Sich Zeit nehmen
Nehmen Sie sich Zeit für das Date und vereinbaren Sie keine anderen Termine an diesem Tag

 

Wenn der Partner unter Verlustangst leidet

Wenn nicht Sie sondern Ihr Partner unter Verlustangst leidet, ist dies ebenfalls eine sehr schwierige Situation. Denn Sie würden Ihrem Partner gerne helfen, können jedoch selbst nur geringfügig etwas unternehmen. Nur wenn Ihr Partner bereit für eine Veränderung ist, kann die Verlustangst besser werden und Sie können Ihn dabei unterstützen.

Doch wie können Sie mit einem Partner, der unter Verlustangst in einer Beziehung leidet, umgehen? Was können Sie tun, damit es nicht auf eine Trennung hinausläuft und beide darunter leiden?

Auf Freiräume bestehen

Nur weil Ihr Partner Verlustängste hat, müssen Sie nicht auf alles verzichten und nur noch bei ihm zu Hause sitzen. Im Gegenteil. Nehmen Sie sich das Recht heraus, Zeit für sich allein zu haben. Und damit meine ich, dass Sie Zeit mit Ihren Freunden verbringen, ohne dass Ihr Partner dabei ist.

Stellen Sie das Handy auf lautlos und informieren Sie Ihren Partner nicht über jeden Ihrer Schritte, auch wenn dieser es noch so gerne hätte. Nur so können Sie genügend Abstand gewinnen und nicht in der Beziehung untergehen. Sie müssen nicht immer erreichbar sein und dass muss Ihr Partner akzeptieren.

Den Partner unterstützen

Wenn Sie wissen, dass Ihr Partner unter Verlustangst leidet, sollten Sie ihn dafür auf keinen Fall kritisieren. Versuchen Sie Verständnis aufzubringen. Hören Sie Ihrem Partner zu und sprechen Sie ihm Mut zu, um an dem Problem zu arbeiten. Geben Sie Ihrem Partner das Gefühl, dass Sie ihn Unterstützen und helfen werden, die Verlustangst zu verarbeiten

Beachten Sie jedoch, dass auch Sie nicht die Bedürfnisse des Partners über Ihre eigenen Stellen. Ansonsten kann es schnell vorkommen, dass Sie unglücklich werden.

Hilfe bei Verlustangst in einer Beziehung
Unterstützen Sie Ihren Partner bei einer Verlustangst in einer Beziehung

Verständigung

Auch hier ist die richtige Verständigung zwischen einander enorm wichtig. Sie müssen ansprechen, wenn Ihnen etwas nicht gefällt und wie Sie die ganze Situation sehen. Sagen Sie Ihrem Partner, dass Sie auch allein Dinge unternehmen möchten. Wichtig dabei ist auch, dass Sie ihm sagen, dass Sie sich nicht alles gefallen lassen. Verdeutlichen Sie auf eine respektvolle Art und Weise Ihre eigenen Grenzen.

Sagen Sie jedoch auch, dass kein Grund für einen Betrug bestehen wird und nehmen Sie Ihrem Partner die Angst davor. Sagen Sie ihm, dass nur weil Sie einen Abend nicht an Ihr Handy gehen, sich nicht mit jemand anderem Vergnügen.

Vielleicht ist sich Ihr Partner gar nicht darüber bewusst, dass er an einer Verlustangst leidet. Wenn Ihnen schon länger Symptome aufgefallen sind, ist es sinnvoll Ihren Partner darauf hinzuweisen.

Paartherapie

Da Sie als Partner nicht viel machen können, ist eine Paartherapie sinnvoll. Dabei wird Ihre Beziehung von einer neutralen Sicht aus betrachtet und kann neue Dinge offenbaren. Vielleicht reichen bereits kleine Dinge aus, die Sie verändern können, damit die Verlustangst des Partners kleiner wird.

Ausserdem hat der Paartherapeut viele Bewältigungsmethoden, durch die sich die Situation verbessern kann. Oftmals bewegt er Sie als Paar auch zu anderen Denkweisen, welche Ihnen vorher nicht bewusst waren.

Trennung als letzter Ausweg

Helfen keine Gespräche mehr und verbessert die Paartherapie nichts an der Verlustangst, müssen Sie trotzdem eine Trennung in Erwägung ziehen. Auch wenn dies bedeutet, dass dadurch die Verlustangst des Partners verstärkt werden kann.

Denn in erster Linie müssen Sie Ihre Bedürfnisse über die des Partners stellen. Sie können nicht über längere Zeit mit einem Partner zusammenbleiben, der Sie permanent kontrolliert und einschränkt. Auf Dauer würden Sie selbst davon unglücklich oder sogar krank.

Machen Sie jedoch bei der Trennung klar, dass er Grund für die Trennung die starke Verlustangst des Partners ist und nicht, weil Ihr Partner nicht gut genug für Sie ist.

 

Fazit Verlustangst in einer Beziehung

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Die Verlustangst in einer Beziehung kann schlimme Auswirkungen für den Fortbestand einer Beziehung haben. Deshalb ist es unheimlich wichtig zu wissen, woher die Verlustangst kommt. Aufgezeigt wurden verschiedene Ursachen, die zu einer Verlustangst führen können.

Sofern die Ursachen gefunden worden sind, ist es wichtig, zu versuchen diese zu bekämpfen. Werden nicht nach den Ursachen geforscht und mögliche Gegenmaßnahmen getroffen, so kann es passieren, dass es langfristig zu einem Scheitern bzw. einer Trennung innerhalb der Beziehung kommt. Die Belastung kann für die Beziehung einfach zu stark sein.

Freue mich über Ihre Fragen in den Kommentaren!

Liebe Grüße,

Maximilian Winkler

Beziehungsratgeber Maximilian Winkler Signatur
PS: Wie kann ich Ihnen helfen?

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