Komplimente machen beim ersten Date

Komplimente beim ersten Date – wie du ein wirklich gutes Kompliment machst

Über Komplimente gibt es viele Artikel im Netz. Komplimente für Frauen unterscheiden sich angeblich von Komplimenten an Männer.
Und meistens gibt es dann einfach endlos lange Listen von Vorschlägen, an denen du dich dann mehr oder weniger kreativ ausprobieren kannst.
Ich möchte daher über etwas anderes – über etwas hilfreicheres, wie ich finde! – schreiben. Gib mir 5 Minuten und ich sage dir, wie du einen einfachen Weg findest, auf deine eigene Art sehr elegant mit Komplimenten umzugehen! Weitere ausführlichere Ratschläge finden Sie auch in meinem Buch „Erstes Date – Perfekt vorbereitet ins erste Treffen„, welches es als Print-Version und auch als E-Book gibt.

Das Grundrezept

Was ist ein Kompliment eigentlich?
Die Frage ist wichtig, daher lass uns kurz überlegen, was wir eigentlich damit erreichen wollen. Oder auch nicht erreichen 😉 Mal ein paar typische Beispiele:

  • Dein Hemd schmeichelt deiner Figur wirklich sehr!
  • Ich mag deine Ausstrahlung
  • Du bist einfach wunderschön!

Die klingen auf den ersten „Blick“ alle super, haben aber auch alle ein paar weniger optimale Eigenschaften. Sie sind nämlich etwas unkonkret, stehen nicht elegant platziert im Raum bzw. im Gespräch und sie beziehen sich irgendwie alle aus Äußerlichkeiten.

Frauen hören es ständig – und Männer nie

Na gut, jetzt könnten wir anfangen und Frauen häufiger Komplimente über Ihre Persönlichkeit oder eine Leistung machen und Männer öfter für ihre Optik loben.
Ich finde, das ist schon mal keine verkehrte Idee ☺
Aber da geht noch mehr! Und was da geht, das finden wir, wenn wir einen Blick auf den Zweck eines Komplimentes werfen.

Ja, Komplimente verfolgen immer einen Zweck

Und dürfen das auch. Die Frage ist, welchen Zweck? Oft nutzen Männer Komplimente, um Frauen zu sexuellen Handlungen zu bewegen (oft in dem Glauben, die würden das eigentlich gar nicht wollen, aber das ist ein anderes Thema). Das ist natürlich eher eine Zweckentfremdung. Denn es hat etwas von Unehrlichkeit und klingt ein bisschen nach einem Tauschhandel. Ich finde daher, es gibt einen besseren Zweck, ein besseres Ziel für Komplimente:

Das Gegenüber darf sich einfach mal gut fühlen

Wenn wir Komplimente so sehen, dann sind sie wie ein Geschenk. Unser Gegenüber bekommt etwas Schönes zum sich-drüber-freuen und muss nichts dafür tun.

Das Gegenüber darf sich auch mal gut fühlen

Und wir bekommen dafür das schöne Gefühl, jemandem zumindest etwas zu einem schönen Gefühl verholfen zu haben. Wenn du so willst, ist das immer noch ein Tauschhandel. Aber auf einer Ebene, Gefühl für Gefühl – und beides ergibt sich aus sich selbst, ohne dass jemand Großartiges dafür leisten muss!

Eigentlich ne tolle Sache, oder?

Ich finde schon. Daher mache ich selbst auch echt gerne Komplimente (und ja, ich freue mich auch selbst immer über welche, zum Beispiel in den Kommentaren). Damit sich das angenehme Gefühl auf beiden Seiten einstellt und die Beziehung zwischen beiden Personen intensiviert, müssen aber jetzt ein paar Dinge stimmen. Abgesehen von der Erkenntnis, dass sich ein Kompliment mal nicht (oder im Falle von Männern auch gerade mal!) auf die Optik beziehen muss, sondern gerne auch eine Leistung, eine besondere Verhaltensweise oder eine sympathische Vorliebe…
…kommt es auch noch auf die Ehrlichkeit an.

Dein Gegenüber darf merken, dass du ein aufmerksamer Beobachter bist

Denn das musst du tatsächlich sein, wenn du ein ehrliches und individuelles Kompliment machen willst. Hier ein paar Beispiele:

  • Du hast eine total sympathische Art, dich in den Sessel zu kuscheln.
  • Ich finde es beeindruckend, dass du beruflich so erfolgreich bist!
  • Mir gefällt es unglaublich gut, dass du dich so fürsorglich um deine Freunde kümmerst

Das sind jetzt nur drei Beispiele für Beobachtungen, die dir nur auffallen, wenn du aufmerksam zuhörst und dein Gegenüber achtsam wahrnimmst.
Ich denke, die meisten Menschen empfinden es als positiv, wenn sie als aufmerksame Person wahrgenommen werden (übrigens auch ein nettes Kompliment 😉 ). Bisweilen lernt man auch Menschen kennen, die nicht mehr nur aufmerksam wirken – sondern schon etwas stalkermäßig daherkommen.
Worauf ich hinauswill: Gerade konkrete, ehrliche und individuelle Komplimente gilt wieder das weniger ist mehr Prinzip. Wenn jede Kleinigkeit wohlwollend kommentiert wird, dann wird das schnell merkwürdig…
Darüber hinaus geht es natürlich nicht nur um die Frage, welches Kompliment du dir ausdenkst. Sondern auch darum, wie du es äußerst.

Lächeln hilft – ständig Grinsen weniger

Je nachdem, welcher Typ du bist und welches Kompliment du gerade machst, ist der Tonfall und insgesamt die Nonverbalität des Kompliments wichtiger, als das, was du tatsächlich sagst. Ein ehrfurchtsvolles „Wow“, im richtigen Moment vorgetragen und mit staunend geöffneten Augen vorgebracht würde ich daher definitiv als tolles Kompliment durchgehen lassen.

Komplimente immer mit einem ehrlichen Lächeln machen
Komplimente immer mit einem ehrlichen Lächeln machen

Es macht also wenig Sinn, ewig an der perfekten Formulierung zu feilen. Sondern es ist schlauer, authentisch zu bleiben. Denn wenn wir locker bleiben und loslassen, dann kommuniziert unser Körper in der Regel automatisch sehr ansprechend. Das Lächeln wirkt dann natürlich anstatt gequält und der Tonfall ruhig statt hektisch-aufgeregt.

Natürlichkeit punktet

Und dadurch passiert es auch nicht so schnell, dass ein Kompliment plötzlich im leeren Raum steht und ein awkward moment entsteht. Gerade bei der Partnersuche, beispielsweise wenn du gerade jemanden kennengelernt hast, kommt das dann schon mal vor. Mein Kollege Sven Philipp schlägt in seinem Artikel bei Männlichkeit-stärken daher auch vor, einen Dreischritt zu gehen. Den finde ich gut, daher sei der hier kurz (leicht angepasst) vorgestellt:

  1. Sage, was dir am Gegenüber gefällt
  2. Konkretisiere das
  3. Führe das Kompliment und das Gespräch mit einer anschließenden Frage weiter
Natürlichkeit punktet bei einem Kompliment
Natürlichkeit punktet bei einem Kompliment

Wenn Komplimente so passieren (ich sage bewusst nicht: Wenn du Komplimente so nutzt!), dann wird es dir in Zukunft (noch) leichter fallen, Beziehungen aufzubauen, in denen sich alle Beteiligten gut fühlen.

Fehler erlaubt

Mir ist noch ein letzter Punkt wichtig, der generell gilt, wenn es um zwischenmenschliche Kommunikation geht: Wenn ein Kompliment mal nach hinten losgeht, ist das kein Beinbruch. Und auch wenn ein betretenes Schweigen unangenehm ist, stirbt man davon nicht. Im Gegenteil, so funktioniert lernen. Und auch sozial-kommunikative Fähigkeiten profitieren davon, wenn wir sie üben. Im Zweifelsfall gilt also: Ruhig mal ein Kompliment machen, als es nicht zu machen. Das Risiko ist überschaubar!
Bis dahin viel Spaß auf dem Weg zu deiner glücklichen, aber nicht zu perfekten Beziehung!

Dein Nils Terborg

Über den Autor

Nils Terborg Profil - quadrat

Nils Terborg ist nicht nur Profizuhörer, Problemversteher und Lösungsfinder. Sondern er ist selbst ein Kopfmensch und weiß, dass sich Vernunft und Gefühle nicht immer reibungslos miteinander vertragen. In seinem Blog schreibt er darüber, wie man in Liebesdingen vom Grübeln ins Tun kommt, eigene Schwächen nutzen kann und letztlich die glückliche, aber nicht zu perfekte Beziehung findet.

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